Wet‑Cleaning – schonende, wasserbasierte Reinigung für Textilien, Polster, Teppiche und andere empfindliche Oberflächen
1. Was ist Wet‑Cleaning?
Wet‑Cleaning ist ein professionelles Reinigungsverfahren, das ausschließlich mit Wasser, milden Tensiden und speziellen Enzymen arbeitet. Im Gegensatz zu konventioneller chemischer Reinigung (mit Lösungsmitteln) wird das Material nicht in Lösungsmitteln, sondern in einer temperatur‑ und pH‑geregelten Wasser‑ bzw. Dampf‑Umgebung behandelt. Das Ergebnis ist eine gründliche Sauberkeit bei gleichzeitig niedrigem Risiko für Beschädigungen und einer deutlich geringeren Umweltbelastung.
2. Anwendungsbereiche
3. Kernkomponenten des Wet‑Cleaning‑Systems
4. Ablauf einer typischen Wet‑Cleaning‑Behandlung
- Vorinspektion – Material prüfen, Pflegeetiketten lesen, Fleckenart bestimmen.
- Vorbehandlung – Spot‑Clean‑Lösung (Enzyme) auf hartnäckige Flecken auftragen, 5‑10 min einwirken lassen.
- Einlegen in die Waschanlage – Programm auswählen (Wolle, Seide, Synthetik, Polster).
- Waschen – Wasser‑Tensidlösung wird bei kontrollierter Temperatur und Drehzahl durch das Material geführt.
- Spülen – Klarspül‑Durchlauf, um Tensidrückstände zu entfernen.
- Trocknen – Kondensations‑ oder Lufttrocknung (30‑45 min) – je nach Material.
- Endkontrolle – Sichtprüfung, ggf. Nachbehandlung von Restflecken, Qualitäts‑Check.
5. Vorteile gegenüber chemischer Reinigung
6. Auswahlkriterien für ein Wet‑Cleaning‑System
7. Wirtschaftliche Beispielrechnung (Kleine Boutique‑Wäscherei)
Im Vergleich zur chemischen Reinigung (Kosten ≈ 30 000 EUR/Jahr, inkl. Lösungsmittel‑Entsorgung) ergibt sich eine Ersparnis von rund 27 % und ein deutlich geringerer ökologischer Fußabdruck.
